Ein niederländisches Reihenhaus – nur ganz anders

Ein niederländisches Reihenhaus – nur ganz anders

17/07/2020 |

Auf den ersten Blick sehen die Häuser von Jan Snel nicht anders aus als die konventioneller Bauunternehmen: Es gibt sie in allen Größen und Arten, als ebenerdige Häuser oder als Geschossbauten, mit Flach- oder Satteldächern und sogar in Form typischer holländischer Reihenhäuser. Dennoch hat Jan Snel im Vergleich zu traditionellen Bauunternehmen einen großen Vorteil: Der Betrieb aus dem niederländischen Montfoort hat sich nämlich auf modulares Bauen spezialisiert.

Modulares Bauen bedeutet, dass die Häuser in der Fabrik produziert und dann auf der Baustelle fertiggestellt werden. Obwohl es nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, hat diese Bauweise viele Vorteile. So wird im modularen Bau in Millimetern statt in Zentimetern gearbeitet und damit werden Abweichungsfehler auf ein Minimum reduziert. Spezialmaschinen können die Häuser daher sehr präzise herstellen. Diese industrialisierte Bauweise bringt darüber hinaus eine Zeitersparnis von 30 bis 50 Prozent im Vergleich zum traditionellen Bau mit sich und ist damit die ideale Lösung für Wohnungsgenossenschaften, die eine schnelle Lösung für ihren Raumbedarf benötigen.

Traditioneller Bau in neuem Gewand

Die modularen Häuser von Jan Snel erfüllen alle Anforderungen permanenter Gebäude. Mit einer Küche, einer Toilette und einem großen Wohnzimmer im Erdgeschoss und drei Schlafzimmern in der ersten Etage bietet Jan Snel Reihenhäuser, wie sie zu Zehntausenden überall in den Niederlanden stehen. Sie sind ideal für Wohnungsgenossenschaften, einfach weil sie aussehen wie normale Wohnungen, jedoch die Vorteile der Modulbauweise mit sich bringen.

Qualität im Griff

„Wohnungsgenossenschaften können den Anwohnern modulare Häuser sehr viel besser nahebringen“, erklärt Hans Oosterhoff, Account Manager bei Jan Snel. Beim Bau neuer Stadtviertel durch Wohnungsbaugesellschaften können Genossenschaften auf Proteste aus der Nachbarschaft stoßen. Dadurch, dass die Raumlösungen von Jan Snel aus vorbereiteten Teilen bestehen, müssen sie vor Ort nur noch miteinander verbunden und fertiggestellt werden. So werden die Wohnungen in extrem kurzer Zeit gebaut – ohne allzu große Unannehmlichkeiten zu verursachen. „Mit unseren modularen Häusern können Genossenschaften erklären, dass die Arbeiten innerhalb von vier Wochen oder maximal zwei Monaten abgeschlossen sein können. Die Vorteile werden sofort deutlich, die Anwohner erleben also eine sehr viel geringere (Lärm-)Belästigung.“

Jan Snel betrachtet sich selbst nicht nur als Bauunternehmer. Da die Häuser sozusagen aus der Fabrik „rollen“, sieht er sich vor allem als Lieferant von Wohnraum. Oosterhoff: „Und da die Häuser aus der Fabrik kommen, haben wir sehr viel mehr Einfluss auf die gelieferte Qualität. Die Herstellung erfolgt unter kontrollierten Bedingungen, auf die z. B. das Wetter keinen Einfluss hat. Dadurch wissen wir, dass alles, was aus der Produktionshalle kommt, hundertprozentig in Ordnung ist. Wenn die Teile vor Ort ankommen, ist alles unter Kontrolle.“

Effizienz

Dadurch, dass die Module in der Fabrik gefertigt werden, können die Ingenieure und Monteure praktisch sofort an die Arbeit gehen, sobald die Teile auf der Baustelle ankommen. Oosterhoff zufolge führt allein das zu ein oder zwei Stunden Zeitgewinn pro Tag. Oosterhoff: „Es ist ein sehr effizientes Verfahren, und wir befassen und ständig damit, es noch effizienter zu machen. Dadurch sind auch kleinere Projekte ab nur zehn Häusern bei uns konkurrenzfähig. Auf Wunsch sogar mit Garten!“