Jan Snel eröffnet erstes Modulbauprojekt in Deutschland

Jan Snel eröffnet erstes Modulbauprojekt in Deutschland

12/10/2020 |

Ende 2019 ist der niederländische Modulbauspezialist auch in den deutschen Markt eingetreten, nicht einmal ein Jahr später eröffnet bereits das erste Großprojekt: der Campus 71 in Essen. Olaf Bade, Manager Jan Snel Deutschland, erzählt im Interview mehr über das neue Studentenwohnheim und das Unternehmen.

Der Campus 71 ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Projekt. Was erwartet Studierende in ihrem neuen Wohnheim?

 

Campus 71 bietet Studierenden eine große Vielzahl von Annehmlichkeiten, angefangen bei den Apartments selbst. Alle 106 Wohnungen sind schon beim Einzug hochmodern eingerichtet, sodass sich die Bewohner darum nicht kümmern müssen. Selbstverständlich gibt es eine komplette Küchenzeile mit Cerankochfeld, Dunstabzugshaube, Kühlschrank und Spüle. Auch das Badezimmer ist mit Waschtisch, Dusche und WC modern eingerichtet. Dazu gibt es ein gemütliches Bett, einen Kleiderschrank und Regale, eine Garderobe und eine Stehlampe. Gerade für Studierende besonders wichtig: ein Schreibtisch mit Bürostuhl für konzentriertes Arbeiten und Lernen. Auch Leuchten und Vorhänge befinden sich bereits in den Apartments. Abgerundet wird das Ganze durch eine große Fensterfront mit französischem Balkon, sodass auch die Entspannung nicht zu kurz kommt. Für mehr Stauraum haben die Apartments zusätzlich eigene Abstellräume. Gegen einen kleinen Aufpeis kann auf Wunsch ein Wäsche- und/oder Küchenpaket für den Start bezogen werden, falls jemand nur mit dem Koffer anreisen sollte. Wir bieten somit ein Rund-um-Wohlfühlpaket, damit sich alle Bewohner auf ihr Studium konzentrieren können.

 

Das klingt tatsächlich sehr komfortabel. Die Lage der Wohnung ist aber natürlich auch ein wichtiger Faktor. Wie weit haben es Studierende bis zu Universität?

 

Fußläufig ist die Universität in drei Minuten erreichbar – es sind tatsächlich nur 350 Meter. Der Campus 71 liegt im Viertel „Grüne Mitte“, das dank eines rund vier Hektar großen Parks ein echtes Highlight in Essen ist. Grün- und Wasserflächen, Promenaden und mehrere Plätze liegen direkt vor der Haustür – das erhöht die Wohnqualität enorm und bietet viele Erholungsmöglichkeiten für die Bewohner. Natürlich wollen Studierende aber nicht nur im Grünen wohnen, sondern auch die Essener Innenstadt erleben. Dank der erstklassigen Lage des Campus 71 sind das Shoppingcenter Limbecker Platz und die Fußgängerzone lediglich 250 Meter entfernt. Kaufhäuser, Supermärkte und Läden aller Art laden zum Shoppen ein. Zahlreiche Kneipen, Bars, Restaurants, Diskotheken und Clubs sind ebenfalls schnell zu erreichen. Dazu kommt das reichhaltige Kulturangebot der Stadt mit Opern- und Schauspielhäusern sowie einer lebendigen freien Szene. Kurz gesagt: Alles, was man sich für die Freizeitgestaltung wünschen kann, liegt direkt vor der Haustür.

 

Lassen Sie uns über den Bau des Studentenwohnheims sprechen, wie konnte er in so kurzer Zeit fertiggestellt werden?

 

Ganz einfach: dank Modulbau. Mit unserem Prinzip des modularen Bauens können wir auch große Projekte wesentlich schneller errichten als der konventionelle Bau. Beim Campus 71 kann man sich das folgendermaßen vorstellen: Jedes Apartment ist ein so genanntes Modul. All diese Module werden unter optimalen Bedingungen in unserer Fabrik produziert, damit wir eine hohe und gleichbleibende Qualität gewährleisten. Es geht aber nicht nur darum, die einzelnen Apartments vorzufertigen, Tapeten und Böden, Elektrik, Sanitäranlagen – all diese Dinge werden ebenfalls bereits in der Fabrik installiert. Das Ziel ist es, die Module so fertiggestellt wie möglich zur Baustelle zu transportieren, wo sie im Baukastenprinzip zum fertigen Gebäude zusammengesetzt werden. Das spart Zeit, da nicht viele verschiedene Gewerke koordiniert werden müssen, und minimiert die Beeinträchtigungen vor Ort auf der Baustelle. Selbstverständlich planen wir jedes unserer Projekte auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, wo uns der Modulbau ebenfalls klare Vorteile bringt. Wird eines unserer Gebäude irgendwann nicht mehr benötigt, können wir es in kurzer Zeit rückbauen und die Module revitalisieren und an anderer Stelle für einen neuen Zweck wiederverwenden.

 

Seit Ende 2019 sind Sie nun auf dem deutschen Markt. Wie kam es zu diesem Schritt?

 

Jan Snel besteht in den Niederlanden seit 1960 und ist mittlerweile der Marktführer für Modulbau in den Benelux-Ländern. Unser Geschäft auszuweiten, war ein logischer Schritt für uns. In Deutschland ist die Nachfrage nach Wohn- oder Bildungsgebäuden groß, der konventionelle Bau kann sie aber nicht bedienen. Modulbau ist hier die Lösung, in Deutschland aber noch nicht so bekannt wie in Benelux. Alles gute Gründe für uns, den deutschen Markt zu unterstützen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Projekte wie der Campus 71 oder auch unser Community Campus in Bochum, für den eines der höchsten Modulbaugebäude Europas entsteht, sind dafür ideal geeignet. Und der Erfolg gibt uns recht: Es gibt zahlreiche neue spannende Projektanfragen und an unserem Standort in Bochum haben wir viele interessante Stellen in unserem wachsenden Team zu besetzen.